23. Netzwerk Wasserstoff
29.06.2026 von 10:00 - 11:30 Uhr
Das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz und aktuelle Infrastrukturprojekte im Fokus
Unsere Experten sind:
- Nikolas Beneke, Senior Consultant bei Becker Büttner Held Consulting
- Richard Unterseer, Bereichsleiter Netzmanagement bei bayernets GmbH
Die Veranstaltung findet online über MS Teams statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sein können!
Seit der Fortschreibung der nationalen Wasserstoffstrategie im Jahr 2023 war das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz angekündigt und später in das Gesetzgebungsverfahren eingetreten, aber aufgrund des Regierungswechsels nicht zum Abschluss gebracht worden. In einem neuen Anlauf wurde das Gesetz zur "Beschleunigung der Verfügbarkeit von Wasserstoff und zur Änderung weiterer rechtlicher Rahmenbedingungen für den Wasserstoffhochlauf und weiterer energierechtlicher Vorschriften" (WasserstoffBG) im Herbst 2025 von der amtierenden Bundesregierung angestoßen und ist seit dem 2.4.2026 in Kraft getreten.
Mit dem neuen Anlauf wurden auch einige Änderungen im Gesetzentwurf eingebracht. Die wichtigsten Neuerungen sind eine erweiterte Technologieoffenheit, die sich neben grünem, also erneuerbarem Wasserstoff nun auch blauem und weißem Wasserstoff öffnet, der klimaneutral produziert wurde. Außerdem wird das überragende öffentliche Interesse von Infrastrukturprojekten für die Wasserstofferzeugung, -speicherung oder für Importterminals und Leitungen anerkannt. Welche Änderungen gehen mit dem neuen Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz einher? Was bedeuten diese für Unternehmen, die in Wasserstoff-Projekten aktiv sind oder werden wollen? Wir fragen nach bei Nikolas Beneke von Becker Büttner Held Consulting.
Ein wichtiges Wasserstoff-Infrastrukturprojekt ist das Wasserstoff-Kernnetz zur Versorgung der Industrie mit Wasserstoff, um so industrielle Prozesse klimaneutraler zu machen. Gleichzeitig wird auch nach Lösungen gesucht, aktuell nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß durch Abscheidung, Speicherung und Transport über Pipelines einzudämmen. Das betrifft zum Beispiel Branchen wie die Zement-, Kalk-, Stahl- oder chemische Industrie. Wir werden von Richard Unterseer von der bayernets GmbH erfahren, wie der Stand beim Wasserstoff-Kernnetz in Bayern und Schwaben ist und was es mit dem Projekt "co2peline" auf sich hat.